Über das Werk
Domenico Cimarosa vertonte mit „L'Armida immaginaria“ ein Libretto von Giuseppe Palomba, das die Zauberin Armida aus Torquato Tassos Versepos „Gerusalemme liberata“ parodiert. Die Uraufführung des Dramma giocoso fand im Sommer 1777 im Teatro dei Fiorentini in Neapel statt.
Handlung
Die exzentrische Marchesa Tisbea hält sich für die von ihrem Geliebten Rinaldo verlassene Zauberin Armida und weigert sich, Männer zu empfangen. Der junge Battistino lässt den als Frau verkleideten Wundarzt Mastro Giorgio an sie heran, um ihren Wahn zu heilen, während der Seeräuber Patrò Caspero die Verwirrung ausnutzt und um die vermögende Marchesa wirbt. Verkleidungen, Verwechslungen und eine vermeintliche Zaubergartenszene treiben die Komödie bis zur allgemeinen Verwirrung.
Kulturelle Bedeutung
Das Werk zeigt, wie die neapolitanische Opera buffa der 1770er-Jahre hochliterarische Stoffe wie Tassos Epos für die komische Bühne verspottete. Sein Librettist Giuseppe Palomba war einer der produktivsten Textdichter der neapolitanischen Opera buffa und schrieb später auch Cimarosas „Le astuzie femminili“.