Über das Werk
Sehr kurzes Theaterstück von Samuel Beckett, im Januar 1965 auf Englisch verfasst und dem Verleger John Calder gewidmet, dem es auf dem Titelblatt als „Dramaticule" untertitelt ist. Die Uraufführung fand am 14. Januar 1966 in deutscher Übersetzung von Erika und Elmar Tophoven in der Werkstatt des Schillertheaters Berlin statt – vor der englischsprachigen Erstaufführung am Peacock Theatre in Dublin.
Handlung
Drei Frauen aus Kindheitstagen, Flo, Vi und Ru, sitzen dicht beieinander auf einer Bank. Immer wenn eine der drei kurz die Bühne verlässt, tuscheln die beiden verbleibenden ein Geheimnis über die Abwesende, das dem Publikum verborgen bleibt. Am Ende fassen sich alle drei an den Händen zu einem verschlungenen Muster, ohne dass ihre Beziehung sich wirklich klärt.
Kulturelle Bedeutung
Mit nur rund 120 Wörtern Text für etwa drei Minuten Bühnenzeit gilt „Kommen und Gehen" als eines der äußersten Beispiele für Becketts im Spätwerk immer sparsamer werdende Sprache und wird meist als Meditation über Sterblichkeit und das Nichtwissen des eigenen Schicksals gelesen.