Über das Werk
Tragödie des Sophokles, entstanden und uraufgeführt vermutlich um 429 v. Chr. in Athen. Sie erzählt vom thebanischen König Ödipus, der den ungesühnten Mord an seinem Vorgänger Laios aufklären will und dabei die eigene Verstrickung entdeckt.
Handlung
Eine Pest verwüstet Theben, und ein Orakelspruch verlangt, den Mord an König Laios aufzuklären. Ödipus treibt die Untersuchung mit aller Konsequenz voran – und muss am Ende erkennen, dass er selbst der gesuchte Mörder ist: Er hat, ohne es zu wissen, seinen Vater erschlagen und seine Mutter Iokaste geheiratet. Iokaste erhängt sich, Ödipus blendet sich selbst und geht ins Exil.
Kulturelle Bedeutung
Aristoteles führt das Stück in seiner Poetik als Musterfall der Tragödie an, insbesondere wegen der stringenten Handlungsführung und des Umschlags von Verblendung zu Erkenntnis. Es gehört zu den meistgespielten und meistgedeuteten Werken der Weltliteratur; Sigmund Freud übernahm daraus den Begriff des Ödipuskomplexes.
