Über das Werk
Kleiner Mann, was nun? ist eine Bühnenfassung nach dem 1932 erschienenen Roman von Hans Fallada, einem der meistgelesenen Werke über die soziale Not der Weimarer Republik. Der Roman wurde sofort ein internationaler Erfolg und mehrfach verfilmt. Er schildert mit dokumentarischer Genauigkeit die Existenzangst der kleinen Angestellten in der Weltwirtschaftskrise.
Handlung
Der junge Angestellte Johannes Pinneberg und seine Frau Emma, von ihm „Lämmchen" genannt, erwarten ein Kind und kämpfen in der Weltwirtschaftskrise um ihre nackte Existenz. Pinneberg verliert seine Stelle als Buchhalter und findet schließlich Arbeit als Verkäufer in einem Berliner Konfektionshaus, wo er unter dem Druck unerfüllbarer Umsatzvorgaben steht. Als er auch diese Stelle verliert, rutscht die kleine Familie immer tiefer in die Armut. Trotz Arbeitslosigkeit, sozialer Kälte und der Demütigung des gesellschaftlichen Abstiegs hält die Liebe zwischen Pinneberg und Lämmchen — ihre Zärtlichkeit und Solidarität bleiben der einzige Halt in einer Welt, die den „kleinen Mann" fallen lässt.
Kulturelle Bedeutung
Kleiner Mann, was nun? wurde zum literarischen Sinnbild der Weimarer Endzeit und machte Hans Fallada weltberühmt. Der Roman traf den Nerv von Millionen Menschen, die denselben sozialen Absturz erlebten, und gilt als Schlüsselwerk der Neuen Sachlichkeit. Bühnenfassungen werden bis heute regelmäßig an deutschsprachigen Theatern gespielt, weil das Werk in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit immer wieder aktuelle Resonanz findet. Verfilmungen entstanden bereits 1933 in Hollywood und 1967 als deutsche Fernsehproduktion.
