Kinder der Sonne
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Kinder der Sonne

Maxim Gorki
Theater · 1905
Drama

Über das Werk

Drama in vier Akten von Maxim Gorki, geschrieben Anfang 1905 während seiner Haft in der Peter-und-Paul-Festung nach dem „Petersburger Blutsonntag“. Die Uraufführung fand am 25. Oktober 1905 im Petersburger Komissarschewskaja-Theater statt, die deutsche Erstaufführung folgte am 25. Januar 1906 am Kleinen Theater Unter den Linden in Berlin.

Handlung

Der Chemiker Protassow lebt mit seinem Kreis gebildeter Verwandter und Freunde zurückgezogen auf seinem Landgut, während in der Umgebung eine Cholera-Epidemie wütet. Als die einfache Bevölkerung die Wissenschaftler verdächtigt, die Krankheit selbst zu verbreiten, greift eine aufgebrachte Menge das Haus an. Parallel scheitert der Tierarzt Tschepurnoi an der unerwiderten Liebe zu Protassows psychisch labiler Schwester Lisa und nimmt sich das Leben.

Kulturelle Bedeutung

Gorki verarbeitete in dem Stück seine Enttäuschung über die Untätigkeit der russischen Intelligenzija angesichts der revolutionären Ereignisse von 1905: Die Sonnen-Metapher im Titel steht ironisch für eine gebildete Elite, die sich für aufgeklärt hält, aber die reale Not um sich herum nicht wahrnimmt. Das Stück wird bis heute regelmäßig an deutschsprachigen Bühnen als Klassiker der vorrevolutionären russischen Gesellschaftskritik gespielt.

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