Kafka: The Trial
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Kafka: The Trial

Mauro Bigonzetti
Ballett · 1915

Über das Werk

„Kafka: The Trial" ist ein Handlungsballett des Choreografen Mauro Bigonzetti nach Franz Kafkas berühmtem, postum veröffentlichtem Roman „Der Process" (entstanden 1914/15). Bigonzetti überträgt Kafkas alptraumhafte Vision von Schuld, Bürokratie und Ausgeliefertsein in eine körperlich-expressive Tanzsprache.

Handlung

An seinem dreißigsten Geburtstag wird der Bankangestellte Josef K. ohne Angabe von Gründen verhaftet. Man lässt ihn zwar weiter seinem Alltag nachgehen, doch von nun an ist sein Leben von einem undurchschaubaren Gerichtsapparat beherrscht, der in Dachkammern und Hinterzimmern verborgen tagt. K. sucht verzweifelt nach dem Grund seiner Anklage, irrt durch ein Labyrinth aus Korridoren, Beamten, Anwälten und zwielichtigen Helfern, begegnet einem Maler und einem Geistlichen — und kommt der Wahrheit doch nie näher. Je mehr er sich zu wehren versucht, desto tiefer verstrickt er sich. Ein Jahr nach seiner Verhaftung holen ihn zwei Männer ab und führen ihn an einen abgelegenen Ort, wo sie ihn töten. K. stirbt, ohne je erfahren zu haben, wessen er angeklagt war — „wie ein Hund".

Kulturelle Bedeutung

Kafkas „Der Process" gehört zu den einflussreichsten Romanen der Moderne; das Wort „kafkaesk" ist zum Synonym für undurchschaubare, bedrohliche Bürokratie geworden. Mauro Bigonzettis Ballettfassung sucht das Unfassbare des Stoffes in Bewegung zu übersetzen und reiht sich in eine lange Tradition von Bühnen-, Film- und Tanzadaptionen dieses Schlüsselwerks ein.

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