Julien ou La vie du poète
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Julien ou La vie du poète

Gustave Charpentier
Oper · 1913

Über das Werk

Oper von Gustave Charpentier nach eigenem Libretto, uraufgeführt am 4. Juni 1913 im Salle Favart der Opéra-Comique in Paris unter der Leitung von Albert Wolff – die Fortsetzung seiner 13 Jahre zuvor uraufgeführten Erfolgsoper „Louise“. Charpentier verarbeitete darin sein älteres sinfonisches Drama „La vie du poète“ (1888/89).

Handlung

Julien, der Bohemien aus „Louise“, lebt inzwischen als Dichter in Rom, wohin ihn ein Kunstpreis geführt hat. In einer Folge traumhafter Bilder – von einem heiligen Berg über eine slowakische und eine bretonische Landschaft – kehrt er schließlich in seinen Erinnerungen zum Pariser Künstlerviertel Montmartre zurück und mit ihnen zu seinen künstlerischen Ambitionen und Selbstzweifeln.

Kulturelle Bedeutung

Anders als „Louise“ konnte Julien das Publikum nicht überzeugen und wurde an der Opéra-Comique nur rund 20-mal gegeben; nach Produktionen 1914 in New York und Prag verschwand die Oper für Jahrzehnte von den Spielplänen und wurde erst 2001 in Dortmund neu inszeniert. Gabriel Fauré lobte gleichwohl die expressionistischen Qualitäten der Partitur.

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