Jelisaweta Bäm
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Jelisaweta Bäm

Daniil Charms
Theater · 1928
DramaKlassiker

Über das Werk

„Jelisaweta Bäm“ (russisch „Елизавета Бам“) ist ein Theaterstück des russischen Dichters Daniil Charms. Er schrieb es im Dezember 1927 in wenigen Tagen; frühe Arbeitstitel lauteten sinngemäß „Ein Mordfall“. Uraufgeführt wurde es am 24. Januar 1928 im Leningrader Haus der Presse im Schuwalow-Palais an der Fontanka, als Teil des Abends „Drei linke Stunden“, mit dem die Künstlergruppe OBERIU erstmals öffentlich auftrat. Gespielt wurde überwiegend von Laien.

Handlung

Zwei Männer, Pjotr Nikolajewitsch und Iwan Iwanowitsch, kommen, um Jelisaweta Bam festzunehmen, weil sie einen Mord begangen haben soll. Sie beteuert ihre Unschuld, während sich die Szene immer wieder verwandelt: Jelisaweta erscheint mal als erwachsene Frau, mal als Mädchen, ihre Eltern greifen ein, und ihr Vater tötet in einem ritterlichen Zweikampf ausgerechnet Pjotr Nikolajewitsch. Am Ende führen die beiden Männer sie ab, und die Handlung schließt sich zum Kreis.

Kulturelle Bedeutung

Das Stück gilt als frühes Beispiel des absurden Theaters und wird in der Forschung mit Ionescos „Die kahle Sängerin“, Becketts „Warten auf Godot“ und Kafkas „Der Process“ verglichen. Die Uraufführung löste in der Leningrader Presse scharfe Ablehnung aus; heute zählt der Text zu den zentralen Werken der russischen Avantgarde.

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Volkstheater · Wien
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