Im Dickicht der Städte
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Im Dickicht der Städte

Bertolt Brecht
Theater · 1923

Über das Werk

Im Dickicht der Städte ist ein frühes Theaterstück von Bertolt Brecht, uraufgeführt 1923 in München. Es zählt zu seinen rätselhaftesten und sprachgewaltigsten Werken und spielt in einem expressionistisch verfremdeten, mythischen Chicago.

Handlung

In einem fiebrig imaginierten Chicago beginnt der malaiische Holzhändler Shlink einen rätselhaften, scheinbar grundlosen „Kampf" mit dem jungen Leihbüchereiangestellten George Garga. Ohne erkennbares materielles Motiv treibt Shlink den Konflikt voran, ruiniert Garga und sich selbst und sucht in der reinen Feindschaft eine letzte Form menschlicher Nähe und Kontakt. Das Stück verweigert eine klare Handlungslogik und kreist um Einsamkeit, Entfremdung und die Unmöglichkeit echter Kommunikation in der modernen Großstadt.

Kulturelle Bedeutung

Im Dickicht der Städte ist Brechts dunkelstes Frühwerk und gilt als sein „metaphysisches" Stück über die existenzielle Vereinzelung des Menschen. Die berühmte Vorbemerkung fordert das Publikum auf, sich nicht um die Motive des Kampfes zu kümmern, sondern den Kampf selbst zu beurteilen. Das Werk fasziniert durch seine kraftvolle, von Rimbaud beeinflusste Sprache und wird als Vorläufer des absurden Theaters gelesen.

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