Il trittico
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Il trittico

Giacomo Puccini
Oper · 1918

Über das Werk

Giacomo Puccinis „Il trittico" — drei einaktige Opern als Abendprogramm — wurde 1918 an der Metropolitan Opera in New York uraufgeführt. Die drei Stücke sollen sich klanglich und dramaturgisch ergänzen: „Il tabarro" (Verismus-Tragödie auf einem Pariser Schleppkahn), „Suor Angelica" (mystisch-lyrisches Klosterstück) und „Gianni Schicchi" (Florentinische Komödie nach Dante).

Handlung

Il tabarro: Auf einem Pariser Lastkahn am Seine-Ufer hat Giorgettas Mann Michele die Affäre mit dem Hafenarbeiter Luigi entdeckt. Als Luigi heimlich an Bord kommt, erwürgt Michele ihn und versteckt die Leiche unter seinem Mantel. Giorgetta findet sie. Suor Angelica: In einem toskanischen Kloster lebt Angelica, in das Kloster gesteckt nach einer unehelichen Geburt. Ihre Tante besucht sie und teilt mit, der Sohn sei vor Jahren gestorben. Verzweifelt nimmt Angelica Gift, fleht im Sterben um Vergebung; in einer Vision erscheint die Madonna mit dem Kind. Gianni Schicchi: In Florenz 1299 ist der reiche Buoso Donati gerade gestorben. Seine Familie entdeckt sein Testament — alles geht ans Kloster. Schicchi, herbeigerufen, schlüpft in Buosos Bett, lässt einen Notar kommen und diktiert ein neues Testament — das ihn selbst zum Haupterben macht. Die geprellte Familie kann nichts unternehmen, ohne sich selbst der Fälschung zu beschuldigen.

Kulturelle Bedeutung

Il trittico ist Puccinis einziger Versuch eines Triptychons und enthält in „Gianni Schicchi" eines seiner populärsten Werke — Lauretta's „O mio babbino caro" gehört zu den meistgesungenen Sopran-Arien überhaupt. Die drei Stücke werden heute oft einzeln gegeben (besonders Schicchi), eine Aufführung des kompletten Tritticos ist eine besondere Gelegenheit. Suor Angelicas Schlussszene zählt zu Puccinis spirituell tiefsten Momenten.

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