Über das Werk
Hexenjagd (englisch „The Crucible") ist ein Theaterstück in vier Akten von Arthur Miller, uraufgeführt 1953 am Broadway. Miller verarbeitete die historischen Hexenprozesse von Salem 1692 als kaum verhüllte Allegorie auf die antikommunistische Hetzjagd der McCarthy-Ära, der er selbst zum Opfer fiel.
Handlung
Im puritanischen Salem des Jahres 1692 beschuldigt eine Gruppe junger Mädchen, angeführt von der intriganten Abigail, immer mehr Mitbürger der Hexerei. Aus persönlicher Rache und Massenhysterie entsteht eine Lawine falscher Anschuldigungen. Der Bauer John Proctor, der eine Affäre mit Abigail hatte, versucht den Wahnsinn aufzuhalten, gerät aber selbst ins Visier des Gerichts. Vor die Wahl gestellt, ein falsches Geständnis zu unterschreiben und zu überleben oder die Wahrheit zu sagen und zu sterben, wählt Proctor die Integrität und geht aufrecht in den Tod.
Kulturelle Bedeutung
Hexenjagd ist eine zeitlose Parabel über Massenhysterie, Denunziation und den Mut des Einzelnen gegen den Konformitätsdruck. Als Allegorie auf den McCarthyismus traf das Stück einen Nerv und wurde zum meistgespielten Werk Millers. Der Begriff „witch hunt" prägt bis heute den politischen Diskurs. Das Drama bleibt weltweit aktuell, wo immer Angst, Fanatismus und politische Verfolgung Gesellschaften vergiften.