Hermann und Dorothea
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Hermann und Dorothea

Johann Wolfgang von Goethe
Theater · 1797
DramaDeutsche Klassik

Über das Werk

Goethes Versepos in Hexametern erschien 1797 und zählt zu den populärsten Werken seiner Klassik-Periode. In neun Gesängen, jeder nach einer Muse benannt, verbindet das Werk antike Form mit zeitgenössischem Stoff: die Flüchtlingskrise der Französischen Revolution. Bühnenbearbeitungen entstanden ab dem 19. Jahrhundert.

Handlung

In einem deutschen Kleinstadt bringt eine Flüchtlingstreck Menschen aus den umkämpften rheinischen Gebieten. Der junge Hermann, Sohn des Gastwirts zum Goldenen Löwen, begegnet unter ihnen Dorothea, einer mutigen jungen Frau, die für die Gruppe sorgt. Hermann verliebt sich sofort, doch sein Vater wünscht eine wohlhabende Partie. Nach einem Gespräch mit Pfarrer und Apotheker kommt Hermann zu Dorothea zurück und bittet sie, in sein Elternhaus zu kommen. Missverständnisse werden geklärt, und beide finden zueinander.

Kulturelle Bedeutung

Hermann und Dorothea war zu Goethes Lebzeiten sein größter kommerzieller Erfolg und wurde von Zeitgenossen als Höhepunkt moderner Epik gefeiert. Das Werk feiert bürgerliche Tugenden und menschliche Solidarität in Zeiten politischer Umwälzung. Es wurde in Lesungen, Schulaufführungen und szenischen Bearbeitungen jahrhundertelang wachgehalten und erlebt in Zeiten neuer Fluchtbewegungen aktuelle Neuinszenierungen.

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