Über das Werk
Hanneles Himmelfahrt ist eine Traumdichtung in zwei Teilen von Gerhart Hauptmann, ursprünglich als „Hannele Matterns Himmelfahrt“ veröffentlicht und ab 1897 umbenannt. Die Uraufführung fand am 14. November 1893 im Königlichen Schauspielhaus Berlin statt, mit Paula Conrad in der Titelrolle, Adalbert Matkowsky als Lehrer Gottwald und Musik von Max Marschalk.
Handlung
Das misshandelte, sterbende Waisenmädchen Hannele erlebt im Fieberwahn auf dem Sterbebett, wie ihr verehrter Lehrer in Gestalt Christi sie aus Armut und Leid in den Himmel geleitet. Das Stück verschränkt eine naturalistische mit einer traumhaft-fantastischen Ebene.
Kulturelle Bedeutung
1896 erhielt Hauptmann für das Werk erstmals den Grillparzer-Preis. Frühe Aufführungen stießen zugleich auf scharfe Ablehnung, etwa ein Verbot in New York 1894; Reichskanzler Hohenlohe-Schillingsfürst bezeichnete es als „widerwärtiges Machwerk“.
