Über das Werk
„Gullivers Reisen“ ist ein satirischer Roman des irischen Schriftstellers Jonathan Swift. Er erschien 1726 in zwei Bänden bei Benjamin Motte in London unter dem Titel „Travels into Several Remote Nations of the World“, angeblich verfasst vom Schiffsarzt und Kapitän Lemuel Gulliver. Am Wiener Burgtheater kam am 16. November 2025 eine musikalische Bühnenfassung von Nils Strunk und Lukas Schrenk heraus, die beide auch Regie führten; die Musik stammt von Strunk, die Songtexte von Schrenk.
Handlung
Der Wundarzt Lemuel Gulliver erzählt von vier Seereisen, die ihn jeweils in unbekannte Länder verschlagen. In Liliput ist er ein Riese unter winzigen Menschen, in Brobdingnag selbst ein Zwerg unter Riesen. Die dritte Reise führt ihn unter anderem auf die fliegende Insel Laputa, die vierte in das Land der vernunftbegabten Pferde, der Houyhnhnms, neben denen die tierhaften Menschenwesen, die Yahoos, leben.
Kulturelle Bedeutung
Der Roman ist eine der bekanntesten Satiren der Weltliteratur und nimmt Politik, Wissenschaftsgläubigkeit und das Menschenbild seiner Zeit aufs Korn; er steht zugleich in der Tradition der Utopie. Schon früh entstanden entschärfte Fassungen für Kinder, im deutschsprachigen Raum etwa von Erich Kästner (1939), sodass das Buch heute vielen vor allem als Abenteuergeschichte bekannt ist.
