Furien
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Furien

Martina Clavadetscher
Theater · 2027
Zeitgenossen

Über das Werk

„Furien“ ist ein Stück der Schweizer Schriftstellerin und Dramatikerin Martina Clavadetscher, die 2021 für ihren Roman „Die Erfindung des Ungehorsams“ den Schweizer Buchpreis erhielt. Sie schrieb es als Auftragswerk für das Wiener Burgtheater; die Uraufführung in der Regie von Fritzi Wartenberg ist für den 28. Januar 2027 im Haupthaus angesetzt. Neben dem Ensemble wirken Community-Spielerinnen mit, deren Szenen Anna Manzano erarbeitet.

Handlung

Das Stück greift den antiken Mythos der Erinyen auf, die am Ende von Aischylos’ „Orestie“ zu den Eumeniden werden, als ein Gericht an die Stelle der Blutrache tritt. Bei Clavadetscher sind die Rachegöttinnen seither ohne Aufgabe, weil das Recht ihre Arbeit übernommen hat. Mit ihrer neuen Rolle kommen sie nicht zurecht, und weil die von Männern geführten Gerichte aus ihrer Sicht versagen, träumen sie von einer Rückkehr.

Kulturelle Bedeutung

Im Zentrum steht die Frage, wie sich jahrhundertealte Gewalt gegen Frauen beenden lässt. Clavadetscher verbindet dafür den antiken Stoff mit gegenwärtigen Debatten über Recht, Gerechtigkeit und Femizide.

Community-Bewertung
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Kommende Aufführungen
Burgtheater · Wien
28. Januar 2027
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