Über das Werk
Francesca da Rimini ist eine 1830/31 komponierte Oper von Saverio Mercadante nach einem ursprünglich 1820 für Giacomo Meyerbeer verfassten Libretto von Felice Romani, das die Geschichte aus Dantes Inferno (V. Gesang) aufgreift. Wegen Sängerstreitigkeiten in Madrid und späteren Honorarkonflikten in Mailand kam das fertige Werk zu Mercadantes Lebzeiten nie auf die Bühne.
Handlung
Francesca, mit dem ungeliebten Gianciotto verheiratet, und ihr Schwager Paolo verlieben sich beim gemeinsamen Lesen der Lancelot-Sage ineinander. Als ihre heimliche Liebe entdeckt wird, werden beide gefangen genommen; Francesca stirbt bei einem Handgemenge, Paolo nimmt sich daraufhin das Leben.
Kulturelle Bedeutung
Das Autograph galt lange als verschollen, bis Handschriften in Bologna und Madrid identifiziert wurden. Erst am 30. Juli 2016, 185 Jahre nach der Komposition, erlebte das Werk beim Festival della Valle d'Itria in Martina Franca unter Fabio Luisi seine Bühnenuraufführung – von der Kritik als Etappe der Wiederentdeckung der neapolitanischen Operntradition gewürdigt.