Enrico di Borgogna
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Enrico di Borgogna

Gaetano Donizetti
Oper · 1818

Über das Werk

„Enrico di Borgogna" ist die erste auf die Bühne gebrachte Oper Gaetano Donizettis. Sie wurde 1818 am Teatro San Luca in Venedig uraufgeführt, auf ein Libretto von Bartolomeo Merelli. Das Werk ist eine „opera semiseria" und markiert den Beginn der langen Opernlaufbahn des damals erst zwanzigjährigen Komponisten.

Handlung

Im Mittelpunkt steht der junge Enrico, rechtmäßiger Erbe des Herzogtums Burgund, der nach dem gewaltsamen Tod seines Vaters als Kind beiseitegeschafft und um sein Erbe gebracht wurde. Während ein Usurpator die Herrschaft an sich gerissen hat, wächst Enrico verborgen und in einfachen Verhältnissen auf, treu geliebt von Elisa. Mit Hilfe getreuer Anhänger erfährt Enrico nach und nach von seiner wahren Abkunft und sammelt Unterstützer um sich. In der für die Gattung typischen Mischung aus ernsten und heiteren Tönen führt der Weg über Intrigen, Verkennung und Gefahr schließlich zum Sturz des Usurpators: Enrico nimmt den ihm zustehenden Platz ein und wird mit Elisa vereint.

Kulturelle Bedeutung

„Enrico di Borgogna" ist als Debütwerk vor allem von werkgeschichtlichem Interesse: Es zeigt den jungen Donizetti noch ganz im Schatten Rossinis, bevor er mit Werken wie „L'elisir d'amore", „Lucia di Lammermoor" und „Don Pasquale" zu einem der erfolgreichsten Opernkomponisten des 19. Jahrhunderts wurde. Die Oper wird heute nur selten gespielt, ist aber durch Wiederentdeckungen und Festival-Produktionen wieder zugänglich geworden.

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