Über das Werk
„Elisabeth!“ ist ein Monolog der österreichischen Schriftstellerin Mareike Fallwickl für eine Darstellerin. Fallwickl schrieb den Text auf Anregung der Schauspielerin Stefanie Reinsperger; es ist ein eigenständiges Stück und keine Bearbeitung eines ihrer Romane. Die Uraufführung fand am 11. April 2025 am Burgtheater Wien statt, in der Regie von Fritzi Wartenberg und mit Reinsperger in der Titelrolle.
Handlung
Mehr als ein Jahrhundert nach ihrem Tod meldet sich Kaiserin Elisabeth von Österreich, längst als „Sisi“ zur Kunstfigur verklärt, selbst zu Wort. In zehn Übungen nach Art eines Exerzierreglements rechnet sie wütend mit den Rollen ab, die Hof, Öffentlichkeit und Nachwelt ihr zugewiesen haben. Der Monolog zieht Linien von der Monarchie über die Unterdrückung der frühen Frauenbewegung, etwa am Beispiel der Frauenrechtlerin Karoline von Perin, bis zu heutigen Rückschritten in Fragen der Gleichberechtigung.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück nimmt den Sisi-Kult, der in Wien besonders präsent ist, zum Ausgangspunkt einer feministischen Gegenwartsbefragung. Die Kritik lobte vor allem die Bildkraft der Uraufführung und Reinspergers Spiel, sah den assoziativ angelegten Text aber zwiespältig. Seither wird der Monolog auch an anderen Bühnen nachgespielt, etwa am Landestheater Tübingen.
