Über das Werk
„Egal“ ist ein Zwei-Personen-Stück von Marius von Mayenburg und bildet zusammen mit „Ex“ und „Ellen Babić“ eine Trilogie über Paare und Machtverhältnisse. Die Uraufführung fand im September 2023 in isländischer Übersetzung unter dem Titel „Ekki málið“ am Nationaltheater in Reykjavík statt, in der Regie des Autors. Die deutschsprachige Erstaufführung inszenierte Thomas Jonigk am 15. Februar 2025 am Akademietheater des Wiener Burgtheaters, zusammen mit „Ellen Babić“ als Doppelabend.
Handlung
Simone, eine erfolgreiche Elektroingenieurin, kommt von einer Geschäftsreise nach Hause, wo ihr Mann Erik in Teilzeit Haushalt und Kinder übernommen hat. Sie hat ihm ein Geschenk mitgebracht, doch Erik zögert, es auszupacken. Aus dem Wiedersehen wird ein Streit, in dem sich beide gegenseitig Vorwürfe machen und die Rollen im Lauf des Abends immer wieder kippen.
Kulturelle Bedeutung
Mayenburg verhandelt in der Form einer bissigen Beziehungskomödie Fragen der Gleichberechtigung, der ungleich verteilten Sorgearbeit und der eigenen Ansprüche an das Zusammenleben. Die Wiener Kritik las den Doppelabend mit „Ellen Babić“ als Durchgang durch aktuelle gesellschaftliche Debatten über Rollenbilder, Care-Arbeit und MeToo.