Über das Werk
Gioachino Rossinis Komödie in drei Akten wurde 1843 in Paris am Théâtre-Italien uraufgeführt und ist Donizettis vorletzte Oper. Das Libretto von Giovanni Ruffini und Donizetti selbst basiert auf einer Vorlage Angelo Anellis (1810) und gehört zum Subgenre der opera buffa um den verliebten alten Reichen, der von einer schlauen Jugend übers Ohr gehauen wird.
Handlung
Don Pasquale, ein wohlhabender alter Junggeselle, ist erbost: Sein Neffe Ernesto weigert sich, eine arrangierte reiche Heirat einzugehen, weil er die junge Witwe Norina liebt. Pasquale beschließt, selbst zu heiraten, um Ernesto zu enterben. Doktor Malatesta, scheinbar Pasquales Freund, stellt ihm seine angebliche Schwester „Sofronia" vor (in Wahrheit Norina). Nach einer Schein-Trauung verwandelt sich die zarte Sofronia in eine kapriziöse Verschwenderin, die Pasquales Haus zur Hölle macht. Pasquale verzweifelt. Bei einem heimlichen Briefwechsel mit Ernesto ertappt er Sofronia und erlebt den Bruch der Ehe. Malatesta lüftet das Komplott — Pasquale ist erleichtert, vergibt allen, segnet Ernesto und Norina.
Kulturelle Bedeutung
Don Pasquale ist Donizettis komische Krönung und gilt als letztes großes Werk der italienischen opera buffa-Tradition. Norinas Auftrittsarie „Quel guardo, il cavaliere" und das Serenaden-Duett „Tornami a dir che m'ami" gehören zu den meistgesungenen Stücken des Repertoires. Die Patter-Duette zwischen Pasquale und Malatesta sind virtuose Musterstücke; das Werk steht in fast jedem internationalen Opernhaus regelmäßig auf dem Spielplan.
