Die Zarenbraut
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Die Zarenbraut

Nikolai Rimski-Korsakow
Oper · 1899

Über das Werk

Die Zarenbraut ist eine Oper in vier Akten von Nikolai Rimski-Korsakow, uraufgeführt 1899 in Moskau. Das Libretto nach einem Drama von Lew Mei spielt am Hof Iwans des Schrecklichen und gilt als eines der dramatischsten und leidenschaftlichsten Werke des Komponisten.

Handlung

Im Russland des 16. Jahrhunderts begehrt der Opritschnik Grjasnoi die schöne Marfa, die jedoch ihrem Verlobten Lykow versprochen ist. Um Marfa zu gewinnen, besorgt sich Grjasnoi von einem Quacksalber einen Liebestrank. Seine eifersüchtige Geliebte Ljubascha vertauscht den Trank heimlich gegen ein langsam wirkendes Gift. Als Marfa überraschend von Zar Iwan dem Schrecklichen zur Braut erwählt wird, überstürzen sich die Ereignisse: Marfa erkrankt rätselhaft, Lykow wird zu Unrecht hingerichtet, und am Ende sterben oder zerbrechen alle Beteiligten an Intrige, Schuld und Wahnsinn.

Kulturelle Bedeutung

Die Zarenbraut zeigt eine andere Seite Rimski-Korsakows: Statt märchenhafter Klangmalerei dominieren hier intensive, an Tschaikowski gemahnende menschliche Leidenschaften und ein dichtes psychologisches Drama. Die anspruchsvolle Sopranpartie der Marfa und die dramatische Mezzopartie der Ljubascha gelten als Glanzrollen. In Russland gehört das Werk zum meistgespielten Kernrepertoire und wird zunehmend auch international entdeckt.

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