Über das Werk
„Die Traumdeutung von Sigmund Freud“ ist eine Arbeit der britisch-irischen Theatergruppe Dead Centre um Bush Moukarzel und Ben Kidd, die Text und Regie verantworten. Grundlage ist Freuds Buch „Die Traumdeutung“ (1900); die deutsche Übersetzung der Spielfassung stammt von Anna Opel. Die Uraufführung als Produktion des Burgtheaters fand am 16. Januar 2020 im Akademietheater in Wien statt, mit Alexandra Henkel, Philipp Hauß, Johannes Zirner und Tim Werths.
Handlung
Der Abend beginnt mit dem Traum einer Person aus dem Publikum, die ihn auf der Bühne erzählt und danach mit Bart die Rolle des Analytikers übernimmt; diese Rolle wird jeden Abend neu besetzt. Vom Traum aus führt die Aufführung in Freuds Wohnung und Praxis in der Wiener Berggasse um 1900 und reiht Episoden aus seinem Leben aneinander: die Familie mit vielen Kindern, Kokain im Freundeskreis, den Antisemitismus im Wien der Ära Lueger. Am Ende landet der Abend im Kinderzimmer der Träumenden.
Kulturelle Bedeutung
Die Kritik lobte den lockeren, komischen Ton mit Anleihen bei Monty Python und Slapstick und den Mut zur Improvisation, fand den Zugang zur Psychoanalyse aber teils oberflächlich. Die Inszenierung steht seit über sechs Jahren auf dem Spielplan des Burgtheaters.
