Die Mutter
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Die Mutter

Bertolt Brecht
Theater · 1932

Über das Werk

Die Mutter ist ein Lehrstück von Bertolt Brecht, uraufgeführt 1932 in Berlin, mit Bühnenmusik von Hanns Eisler. Es basiert auf Maxim Gorkis gleichnamigem Roman und gehört zu Brechts politisch engagiertesten Werken im Stil des epischen Theaters.

Handlung

Die Geschichte spielt im vorrevolutionären Russland um 1905. Die anfangs unpolitische Arbeiterwitwe Pelagea Wlassowa sorgt sich um ihren Sohn Pawel, der sich der revolutionären Bewegung anschließt. Aus Liebe zu ihm beginnt sie, Flugblätter zu verteilen, und wird so schrittweise selbst zur überzeugten Revolutionärin. Auch nach Pawels Verhaftung und Hinrichtung gibt sie nicht auf, sondern wird zur unermüdlichen Kämpferin für die Sache der Arbeiterklasse – die Mutter als Sinnbild des erwachenden Klassenbewusstseins.

Kulturelle Bedeutung

Die Mutter ist ein Schlüsselwerk von Brechts didaktischem Theater, das die Verwandlung eines einfachen Menschen in ein politisches Subjekt vorführt. Die Zusammenarbeit mit Hanns Eisler schuf kämpferische Chöre und Songs wie das „Lob des Lernens". Helene Weigel prägte die Titelrolle. Das Werk wurde zum Vorbild für politisches Lehrtheater und zählt zu den meistdiskutierten Beispielen von Brechts Konzept des engagierten, belehrenden Schauspiels.

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