Die Leiden des jungen Werthers
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Die Leiden des jungen Werthers

Johann Wolfgang von Goethe
Theater · 1774

Über das Werk

Johann Wolfgang von Goethes Briefroman von 1774, der seinen europaweiten Ruhm über Nacht begründete, wird seit dem späten 19. Jahrhundert regelmäßig für die Bühne adaptiert. Als Schauspiel funktioniert das Werk als Monodram oder als mehrstimmige Adaption mit Lotte, Albert und Werther als szenische Figuren. Die Dramatisierungen reichen von Gerhart Hauptmann über Peter Stein bis zu zeitgenössischen Regiearbeiten.

Handlung

Der empfindsame junge Werther verliebt sich während eines Landaufenthalts in Lotte, die mit dem pragmatischen Albert verlobt ist. Über den Sommer entwickelt sich eine intensive geistige und emotionale Bindung zwischen Werther und Lotte. Nach ihrer Heirat versucht Werther, sich durch berufliche Ablenkung in der Stadt zu retten — scheitert aber an seinem unangepassten Wesen und der gesellschaftlichen Kränkung. Er kehrt zurück, küsst Lotte in einem stürmischen Abend zum einzigen Mal und erschießt sich mit Alberts geliehenen Pistolen am nächsten Morgen.

Kulturelle Bedeutung

Werther ist eines der meistzitierten Werke der Weltliteratur und löste beim Erscheinen die sogenannte Werther-Fieber aus — eine europaweite Mode der blauen Fräcke, gelben Westen und (in Einzelfällen) Nachahmungsselbstmorde. Napoleon soll den Roman sieben Mal gelesen haben. Die Bühnenfassungen reichen von Romantischen Adaptionen des 19. Jahrhunderts bis zu zeitgenössischen Monodramen von Ulrich Plenzdorf (Die neuen Leiden des jungen W., 1972) und Inszenierungen von Jean-Claude Berutti oder Christian Stückl.

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