Die Laune des Verliebten
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Die Laune des Verliebten

Johann Wolfgang von Goethe
Theater · 1767

Über das Werk

Johann Wolfgang von Goethes Schäferspiel in einem Akt und Versen ist sein ältestes erhaltenes dramatisches Werk, entstanden 1767 im Alter von achtzehn Jahren während der Leipziger Studienzeit. Das Werk zeigt bereits die scharfe psychologische Beobachtungsgabe des späteren Meisters in der leichten Form des Rokoko-Schäferspiels.

Handlung

Eridon, ein eifersüchtiger Liebhaber, quält seine Geliebte Amine mit ständigen Verdächtigungen und Launen. Ihr Freundespaar Egle und Lamon beschließen, Eridon eine Lektion zu erteilen: Egle verführt Eridon zu einem Kuss, um ihm zu zeigen, wie wenig er selbst der Eifersucht gewachsen wäre. Durch diese Umkehrung der Situation erkennt Eridon seine Ungerechtigkeit gegenüber Amine. Er verspricht Besserung, und die Paare vereinen sich in einem abschließenden Gleichklang.

Kulturelle Bedeutung

Die Laune des Verliebten ist eine literaturhistorische Seltenheit — ein vollständig erhaltenes Jugendwerk eines späteren Klassikers, entstanden lange vor dem Aufblühen des Sturm und Drang. Das Stück wird heute selten aufgeführt, erscheint aber regelmäßig als Studio-Produktion deutscher Schauspielschulen und wird gelegentlich bei Goethe-Festivals als Dokument des achtzehnjährigen Goethe gezeigt. Die leichte, ironische Tonart nimmt die späteren Goethe-Komödien wie Die Mitschuldigen vorweg.

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