Die Kunst der Fuge
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Die Kunst der Fuge

Johann Sebastian Bach
Konzert · 1750

Über das Werk

Johann Sebastian Bachs „Die Kunst der Fuge" (BWV 1080) ist Bachs letztes großes Werk und erschien postum 1751. Es enthält 14 Fugen (Bach nannte sie „Contrapuncti") und vier Kanons — alle über dasselbe d-Moll-Thema. Das Werk ist eine systematische Demonstration der Möglichkeiten des Themas und gilt als gedankliches Testament Bachs.

Handlung

Die Sammlung führt durch alle Stufen der Fugentechnik: einfache Fugen (Contrapunctus 1-4), Gegenfugen mit umgekehrtem Thema (5-7), Doppel- und Tripel-Fugen (8-11), Spiegel-Fugen, in denen die ganze Fuge gespiegelt erscheint (12-13), und schließlich der berühmte Contrapunctus 14 — eine vierstimmige Fuge mit drei Themen, die nach 239 Takten abrupt abbricht. Carl Philipp Emanuel Bach schrieb auf das Manuskript: „Über dieser Fuge, wo der Name BACH im Gegenthema angebracht worden, ist der Verfasser gestorben." Das B-A-C-H-Motiv (B♭-A-C-B♮ in deutscher Notation) erscheint als drittes Thema. Die Frage, ob Bach die Fuge nicht vollendete oder ein Schlussteil verloren ist, gehört zu den großen Rätseln der Musikgeschichte. Vier Kanons über dasselbe Thema stehen am Ende der Sammlung.

Kulturelle Bedeutung

Die Kunst der Fuge gilt als kontrapunktisches Vermächtnis Bachs und Höhepunkt der Fugenkunst. Bach gab keine Besetzungs-Vorschriften an — die Stücke können auf Cembalo, Orgel, Streichquartett oder Kammerorchester gespielt werden, und alle Versionen sind aufführungspraktisch legitim. Die Frage des unvollendeten Contrapunctus 14 hat Generationen beschäftigt; Helmut Walcha, Davitt Moroney und andere haben mögliche Fortsetzungen komponiert. Berühmte Aufnahmen: Helmut Walcha (Orgel), Hermann Scherchen (Orchester), Glenn Gould (fragmentarisch), Davitt Moroney (Cembalo), Pierre-Laurent Aimard (Klavier), Akademie für Alte Musik Berlin.

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