Die Kluge
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Die Kluge

Carl Orff
Oper · 1943

Über das Werk

Die Kluge ist eine Märchenoper (Spieloper) in einem Akt von Carl Orff, uraufgeführt 1943 in Frankfurt am Main. Orff schrieb das Libretto selbst nach dem Grimm'schen Märchen „Die kluge Bauerntochter". Das Werk ist ein Hauptbeispiel von Orffs unverwechselbarem, rhythmisch-archaischem Bühnenstil.

Handlung

Ein Bauer findet einen goldenen Mörser und schenkt ihn trotz der Warnung seiner klugen Tochter dem König – woraufhin er, weil der passende Stößel fehlt, des Betrugs verdächtigt und eingekerkert wird. Die Klugheit seiner Tochter beim Lösen königlicher Rätsel beeindruckt den König so sehr, dass er sie zur Frau nimmt. Doch als sie sich später in einen Rechtsstreit einmischt und ihm widerspricht, verstößt er sie – erlaubt ihr aber, das Liebste mitzunehmen. Mit einer List nimmt sie den schlafenden König selbst mit und versöhnt sich klug mit ihm.

Kulturelle Bedeutung

Die Kluge entstand in der Tradition von Orffs Welterfolg „Carmina Burana" und teilt dessen Vorliebe für eingängige, perkussive Rhythmen, schlichte Melodik und sprechgesangartige Deklamation. Kommentiert wird die Handlung von drei vagabundierenden Spitzbuben, deren derbe Späße als versteckte Gesellschaftskritik gelesen wurden. Das Werk gehört zu Orffs meistgespielten Bühnenwerken und besticht durch seine Verbindung von volkstümlichem Märchenton und moderner musikalischer Strenge.

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