Die Großherzogin von Gerolstein
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Die Großherzogin von Gerolstein

Jacques Offenbach
Oper · 1867
operette

Über das Werk

Die Großherzogin von Gerolstein (La Grande-Duchesse de Gérolstein) ist eine Operette von Jacques Offenbach, uraufgeführt 1867 in Paris zur Zeit der Weltausstellung. Das Libretto von Meilhac und Halévy ist eine bissige Satire auf Militarismus, höfische Willkür und Kriegslust – brisant am Vorabend des Deutsch-Französischen Krieges.

Handlung

Die junge, kapriziöse Großherzogin eines winzigen deutschen Fürstentums verliebt sich in den einfachen Soldaten Fritz und befördert ihn aus einer Laune heraus über Nacht zum Oberbefehlshaber der Armee – zum Verdruss der intriganten Hofschranzen General Bumm, Baron Puck und Prinz Paul. Als Fritz ihre Avancen nicht erwidert, weil er seine Wanda liebt, schlägt die Gunst der Großherzogin in Groll um. Eine Mischung aus Verschwörung, militärischem Größenwahn und Liebeswirren entlädt sich in turbulenter Komik.

Kulturelle Bedeutung

Die Großherzogin von Gerolstein war einer der größten Erfolge Offenbachs und wurde bei der Weltausstellung von zahlreichen gekrönten Häuptern bejubelt – die sich teils selbst karikiert sahen. Die Satire auf Militär und Macht war so treffsicher, dass das Werk später zeitweise zensiert wurde. Mit der dankbaren Titelpartie und Offenbachs sprudelnder Musik gehört es zu den meistgespielten seiner Operetten.

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