Über das Werk
Tennessee Williams' Erinnerungsdrama Die Glasmenagerie (The Glass Menagerie), uraufgeführt 1944 in Chicago, ist sein erster großer Bühnenerfolg und gilt als sein autobiographischstes Werk. Das Stück spielt in der beengten Wohnung der Familie Wingfield in St. Louis.
Handlung
Der Erzähler Tom Wingfield blickt auf seine Vergangenheit zurück: Seine dominante Mutter Amanda klammert sich an verblasste Erinnerungen an ihre Jugend im Süden. Seine scheue Schwester Laura lebt in der Traumwelt ihrer Glastierfigurensammlung. Als Tom einen Gentleman Caller zum Abendessen einlädt, endet Amandas Hoffnung auf eine Partie für Laura in Enttäuschung. Tom verlässt schließlich die Familie, wird aber von der Erinnerung an Laura nie frei.
Kulturelle Bedeutung
Die Glasmenagerie begründete Williams' Konzept des Erinnerungsdramas und setzte mit seiner poetischen Sprache neue Maßstäbe für das amerikanische Theater. Das Stück gehört zum festen Kanon der Weltdramatik und wird weltweit als Meisterwerk intimer Bühnenkunst geschätzt.
