Die Geschwister
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Die Geschwister

Johann Wolfgang von Goethe
Theater · 1776

Über das Werk

Johann Wolfgang von Goethes Einakter aus dem Jahr 1776 wurde im Herzoglichen Theater Weimar uraufgeführt und entstand in einer Zeit intensiver Freundschaft mit Charlotte von Stein. Das kurze, zarte Stück behandelt eine Dreieckskonstellation mit psychologischer Feinheit, die Goethes Weimarer Frühphase markiert — den Übergang vom Sturm und Drang zur Klassik in Miniatur.

Handlung

Wilhelm lebt mit seiner jüngeren Schwester Marianne zusammen — von ihm liebevoll umsorgt, aber nicht verheiratet. Sein Freund Fabrice hält um Mariannes Hand an. Wilhelm weiß etwas, was niemand sonst weiß: Marianne ist nicht seine leibliche Schwester, sondern die Tochter einer geliebten Frau, die er einst heiraten wollte und die ihm das Kind anvertraute. Als Marianne Fabrice ablehnt und ihre Liebe zu Wilhelm gesteht, offenbart Wilhelm das Geheimnis. Die beiden heiraten.

Kulturelle Bedeutung

Die Geschwister ist einer der zartesten kürzesten Einakter der deutschen Literatur und gilt als indirekte Auseinandersetzung Goethes mit seiner Beziehung zu seiner Schwester Cornelia und zu Charlotte von Stein. Das Stück bleibt ein Prüfstein für junge Schauspieler wegen seiner psychologischen Dichte in kleinem Raum. Inszenierungen an deutschsprachigen Schauspielschulen und Studiobühnen halten das Werk kontinuierlich im Repertoire.

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