Die Geburtstagsfeier
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Die Geburtstagsfeier

Harold Pinter
Theater · 1958

Über das Werk

Harold Pinters „Die Geburtstagsfeier" („The Birthday Party") wurde 1958 in Großbritannien uraufgeführt und bei der Premiere von der Kritik verrissen, bevor sie als Klassiker anerkannt wurde. Das erste abendfüllende Stück Pinters gilt als Musterbeispiel der „comedy of menace" — einer Komödie, in der eine unbestimmte Bedrohung den Alltag unterwandert.

Handlung

Stanley Webber, ein heruntergekommener ehemaliger Pianist, lebt als einziger Gast in der schäbigen Strandpension des Ehepaars Meg und Petey. Sein träges Dasein wird gestört, als zwei undurchsichtige Fremde eintreffen: der redegewandte Goldberg und der bullige McCann. Sie geben vor, Stanley zu kennen, und nisten sich ein. Meg besteht darauf, dass Stanley Geburtstag habe, und richtet ihm eine Feier aus — obwohl Stanley es bestreitet. Während des Festes verhören die beiden Fremden Stanley in einem Trommelfeuer absurder, einander widersprechender Anschuldigungen und zermürben ihn psychisch. Im Spiel der Blindekuh und im Dunkel eskaliert die Szene. Am nächsten Morgen führen Goldberg und McCann einen stummen, gebrochenen, fein angezogenen Stanley ab — wohin und warum bleibt offen.

Kulturelle Bedeutung

„Die Geburtstagsfeier" ist ein Schlüsselwerk des modernen Theaters und prägte den Begriff des „Pinteresque": bedrohliche Pausen, beiläufige Sprache und eine nie erklärte Gefahr. Nach dem anfänglichen Misserfolg wurde es zu einem der meistgespielten Stücke Pinters, der 2005 den Nobelpreis erhielt. Es gehört zum festen Repertoire des englischsprachigen und internationalen Theaters.

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