Die Frau ohne Schatten
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Die Frau ohne Schatten

Richard Strauss
Oper · 1919
Symbolismus

Über das Werk

Die Frau ohne Schatten ist eine Oper in drei Akten von Richard Strauss auf ein Libretto von Hugo von Hofmannsthal, uraufgeführt 1919 in Wien. Sie gilt als das ambitionierteste, symbolträchtigste und musikalisch aufwendigste Werk der Zusammenarbeit der beiden – ein märchenhaftes Mysterienspiel über Menschlichkeit, Fruchtbarkeit und Mitleid.

Handlung

Die Kaiserin, Tochter des Geisterkönigs, wirft keinen Schatten – ein Symbol dafür, dass sie unfruchtbar und nicht ganz Mensch ist. Wirft sie nicht bald einen Schatten, wird der Kaiser zu Stein. Begleitet von ihrer dämonischen Amme steigt sie in die Menschenwelt hinab und sucht den Schatten der unzufriedenen Frau des armen Färbers Barak zu erkaufen. Doch angesichts des Leids, das sie damit über die Färbersfamilie bringen würde, entscheidet sich die Kaiserin im entscheidenden Moment gegen den Egoismus – diese mitfühlende Tat erlöst alle und schenkt ihr den eigenen Schatten.

Kulturelle Bedeutung

Die Frau ohne Schatten ist Strauss' und Hofmannsthals symbolisch dichtestes Werk, reich an Anklängen an Mozarts „Zauberflöte" und an psychologischer wie mythischer Tiefe. Die monumentale Orchestrierung und die extrem anspruchsvollen Gesangspartien machen es zu einer der größten Herausforderungen des Repertoires, weshalb es nur große Häuser stemmen können. Es gilt als Gipfelwerk der spätromantischen Oper und feiert Menschlichkeit, Mitleid und die schöpferische Kraft der Liebe.

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