Der Theatermacher
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Der Theatermacher

Thomas Bernhard
Theater · 1984

Über das Werk

Thomas Bernhards Komödie „Der Theatermacher" wurde 1985 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt, in der Regie von Claus Peymann. Im Zentrum steht der größenwahnsinnige Staatsschauspieler Bruscon, der mit seiner Familie durch die österreichische Provinz tingelt. Das Stück ist eine typische Bernhard-Tirade: ein wütend-komischer Monolog über Kunst, Eitelkeit und den Hass auf die Provinz.

Handlung

Der alternde, selbstherrliche Schauspieler Bruscon, ein „Staatskünstler", strandet mit seiner geschundenen Familie — Frau, Sohn, Tochter — im erbärmlichen Gasthof des Dorfes Utzbach, um dort sein selbstverfasstes Welttheater-Opus „Das Rad der Geschichte" aufzuführen. Während der Vorbereitung überzieht Bruscon den Wirt, seine Angehörigen und das ganze „dumpfe" Landleben mit endlosen Schimpftiraden: über die schlechte Beleuchtung, den Schweinegeruch, die Unfähigkeit aller, die Last des Genies. Er zwingt die Familie zu Proben, demütigt sie und feiert zugleich seine eigene Größe. Doch die Aufführung kommt nie zustande: Ein heraufziehendes Gewitter, ein Stromausfall und schließlich ein Feuer im Pfarrhof machen das große Werk zunichte. Bruscons Größenwahn läuft ins Leere.

Kulturelle Bedeutung

„Der Theatermacher" ist eine der meistgespielten Komödien Thomas Bernhards und ein Paradebeispiel seiner monologischen, repetitiven Schimpfkunst, die das Komische und das Verzweifelte verschmilzt. Die Zusammenarbeit von Bernhard und dem Regisseur Claus Peymann prägte das deutschsprachige Theater nachhaltig. Das Stück gehört zum festen Repertoire und gilt als Bernhards bitterkomische Abrechnung mit dem Künstlertum.

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