Über das Werk
Bertolt Brechts episches Theaterstück aus dem Jahr 1948, eine Parabel über Gerechtigkeit und wahre Mutterliebe nach einem alten chinesischen Gleichnis.
Handlung
Nach einem Putsch wird der Gouverneurssohn Michel von seiner fliehenden Mutter zurückgelassen. Die Magd Grusche rettet das Kind und zieht es unter großen Opfern auf. Als die leibliche Mutter nach dem Krieg das Kind zurückfordert, entscheidet der weise Richter Azdak durch die Kreidekreisprobe: Wer das Kind wirklich liebt, wird es loslassen, statt es zu zerreißen.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück formuliert Brechts zentrale These, dass Eigentum dem gehören sollte, der es am besten nutzt. Es ist eines der meistgespielten Dramen des 20. Jahrhunderts und ein Paradebeispiel des epischen Theaters.
