Der Gesang des Pottwals
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Der Gesang des Pottwals

Heiner Bomhard
Theater · 2026

Über das Werk

„Der Gesang des Pottwals" ist ein musikalischer Theaterabend von Heiner Bomhard und Ensemble, der am 31. Mai 2026 am Deutschen Theater Berlin uraufgeführt wurde (Regie: Heiner Bomhard). Das Stück gibt vor, einer verschollenen – tatsächlich frei erfundenen – Oper Giacomo Puccinis nachzuspüren: „Il canto del capodoglio" („Der Gesang des Pottwals"). Als Open-Air-Komödie mit Musik angelegt, verbindet der Abend große Geste und Kalauer und spielt augenzwinkernd mit der Form der Oper.

Handlung

Ausgangspunkt ist die fiktive Suche nach einer angeblich lange verschollenen Puccini-Oper über einen Pottwal. Entlang dieser Spurensuche verhandelt der Abend gegenwärtige Spannungsfelder – „Kunst und Kapital, Kalauer und Kommerz, Walrettung und Wahlkampf". Motivisch knüpft das Stück an Herman Melvilles „Moby Dick" an und befragt durch diese Brille das Geheimnis der Natur und die Selbstüberschätzung des Menschen. Statt einer durchgehenden klassischen Operndramaturgie reiht der Abend komödiantische, musikalische und satirische Szenen aneinander.

Kulturelle Bedeutung

„Der Gesang des Pottwals" steht für eine Form des Musiktheaters, die mit den Konventionen der Oper spielt und sie zugleich ironisch unterläuft: Eine erfundene Puccini-Oper wird zum Anlass, über den Kunstbetrieb, ökonomische Verwertung und ökologische Fragen (Walrettung) nachzudenken. Indem das Deutsche Theater den Stoff als heitere Komödie mit Musik inszeniert, verbindet die Produktion Unterhaltung mit Gesellschaftssatire – ein Beispiel für das gegenwärtige Interesse des Sprechtheaters an musikalisch-performativen Mischformen.

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Kommende Aufführungen
Deutsches Theater Berlin · Berlin
31. Dezember 2026
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