Über das Werk
„Der Freischütz für Kinder" ist eine gekürzte, kindgerechte Fassung von Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz", die 1821 in Berlin uraufgeführt wurde. Das Original gilt als Gründungswerk der deutschen romantischen Oper. Die Kinderfassung führt junge Zuschauer mit verkürzter Handlung und behutsamer Erzählung an den berühmten Stoff von Liebe, Mut und dunkler Versuchung heran.
Handlung
Der junge Jägerbursche Max liebt Agathe, die Tochter des Erbförsters, und möchte sie heiraten. Doch nach altem Brauch muss er zuvor einen Probeschuss bestehen, um die Försterstelle und damit Agathes Hand zu gewinnen. Vom Glück verlassen und von Versagensangst geplagt, lässt sich Max von seinem unheimlichen Kameraden Kaspar verführen, der heimlich mit dunklen Mächten im Bunde steht. In der gespenstischen Wolfsschlucht gießen sie zu mitternächtlicher Stunde sieben „Freikugeln", die unfehlbar treffen — doch die letzte gehört dem teuflischen Samiel und lenkt das Geschoss, wohin er will. Beim entscheidenden Probeschuss droht das Unheil, Agathe in Gefahr zu bringen. Am Ende wird das Böse überwunden: Kaspar findet seinen Tod, Max wird nach einer Bewährungsfrist verziehen, und das Vertrauen siegt.
Kulturelle Bedeutung
„Der Freischütz" ist die deutsche romantische Nationaloper schlechthin; besonders die Wolfsschluchtszene mit ihrer schaurigen Klangmalerei wurde berühmt. Kinderfassungen wie diese gehören zum festen Vermittlungsprogramm vieler Opernhäuser und führen das junge Publikum spielerisch an Musiktheater, Orchesterklang und die romantische Erzählwelt heran.
