Der Feuervogel
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Der Feuervogel

Igor Strawinsky
Ballett · 1910
Russisches Ballett

Über das Werk

Igor Strawinskys erstes großes Ballett wurde am 25. Juni 1910 an der Pariser Oper von Sergei Djagilews Ballets Russes uraufgeführt, choreografiert von Michel Fokine. Der erst 27-jährige Strawinsky erhielt den Auftrag erst, nachdem mehrere etabliertere Komponisten abgesagt hatten. Das Werk verbindet russische Volksmärchen-Motive mit einer schillernden, von Rimski-Korsakow geschulten Orchesterfarbe.

Handlung

Prinz Iwan dringt in den verwunschenen Garten des unsterblichen Zauberers Kastschei ein und fängt den magischen Feuervogel. Im Tausch gegen seine Freiheit schenkt dieser ihm eine glühende Feder als Hilfe in der Not. Iwan entdeckt dreizehn von Kastschei gefangen gehaltene Prinzessinnen und verliebt sich in eine von ihnen. Als der Zauberer ihn versteinern will, ruft Iwan mit der Feder den Feuervogel herbei, der Kastscheis Gefolge in einen rasenden Höllentanz versetzt und das Geheimnis von dessen Unsterblichkeit enthüllt: eine in einem Ei verborgene Seele. Iwan zerschmettert das Ei, Kastschei stirbt, und der Bann über das Reich ist gebrochen.

Kulturelle Bedeutung

Der Feuervogel machte den jungen Strawinsky über Nacht berühmt und begründete seine Zusammenarbeit mit den Ballets Russes, aus der bald Petruschka und Le Sacre du printemps hervorgehen sollten. Der „Höllentanz des Kastschei" und das strahlende Finale gehören zu den wirkungsvollsten Orchesterstücken des 20. Jahrhunderts; Strawinsky stellte drei Konzertsuiten zusammen, die zu den meistgespielten Werken des Repertoires zählen. Das Ballett markiert den Übergang von der russischen Spätromantik zur Moderne.

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