Caligula
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Caligula

Albert Camus
Theater · 1945

Über das Werk

Caligula ist ein Theaterstück in vier Akten von Albert Camus, geschrieben 1938 und uraufgeführt 1945 in Paris. Es ist eines der zentralen Werke des Existenzialismus und des „absurden" Denkens und gestaltet am Beispiel des römischen Kaisers die Frage nach Freiheit, Sinnlosigkeit und der Konsequenz eines Lebens ohne moralische Grenzen.

Handlung

Der junge römische Kaiser Caligula stürzt nach dem Tod seiner Schwester und Geliebten Drusilla in eine existenzielle Krise: Er erkennt, dass „die Menschen sterben und nicht glücklich sind". Aus dieser Einsicht zieht er die radikale Konsequenz, mit absoluter Willkür und Grausamkeit die Sinnlosigkeit der Welt zu beweisen. Er demütigt, tötet und verhöhnt seine Untertanen, um ihnen die Wahrheit über das Absurde aufzuzwingen, und treibt seine Freiheit bis zur Selbstzerstörung. Schließlich provoziert er bewusst die Verschwörung, die ihn ermordet – im Wissen, dass seine Logik in eine Sackgasse führte.

Kulturelle Bedeutung

Caligula ist Camus' eindringlichste dramatische Auseinandersetzung mit dem Absurden: Der Kaiser wird zur Studie eines Menschen, der die Sinnlosigkeit der Existenz konsequent zu Ende denkt und an dieser Logik scheitert. Das Stück verhandelt Freiheit, Macht und die Grenzen der Rebellion und gehört zum Kanon des modernen Theaters. Es bildet zusammen mit „Der Mythos des Sisyphos" und „Der Fremde" Camus' frühen „Zyklus des Absurden".

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