Bluthochzeit
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Bluthochzeit

Wolfgang Fortner
Oper · 1957

Über das Werk

Wolfgang Fortners Oper „Bluthochzeit" wurde 1957 in Köln uraufgeführt. Sie beruht auf dem gleichnamigen Drama „Bodas de sangre" (1932) von Federico García Lorca. Das Werk verbindet die archaische, von Tod und Schicksal durchdrungene Welt des spanischen Originals mit der expressiven Tonsprache der deutschen Nachkriegsmoderne.

Handlung

Im ländlichen Spanien bereitet ein Bräutigam seine Hochzeit mit der Braut vor. Doch die Braut hängt noch immer an Leonardo, ihrer früheren Liebe — einem inzwischen verheirateten Mann aus der Familie, die einst Vater und Bruder des Bräutigams erschlug. Über der Verbindung liegt der Schatten alter Blutfehde. Am Tag der Hochzeit, kaum dass die Trauung vollzogen ist, flieht die Braut mit Leonardo. Der Bräutigam nimmt die Verfolgung auf. In einem nächtlichen Wald, in dem symbolische Gestalten — der Mond und der Tod — das Geschehen lenken, treffen die beiden Männer aufeinander und töten einander gegenseitig. Die Braut kehrt zurück; in einer großen Totenklage trauern die Mutter und die Frauen um die Gefallenen. Der Kreislauf der Gewalt hat ein weiteres Mal gesiegt.

Kulturelle Bedeutung

„Bluthochzeit" zählt zu den bedeutendsten deutschen Opern der Nachkriegszeit und machte Lorcas Tragödie für das Musiktheater fruchtbar. Fortner verbindet darin freitonale und serielle Techniken mit einer unmittelbar dramatischen Wirkung. Das Werk eröffnete eine ganze Reihe von Lorca-Vertonungen und gehört zum Repertoire der Oper des 20. Jahrhunderts.

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