Becket oder Die Ehre Gottes
—
0 Bewertungen

Becket oder Die Ehre Gottes

Jean Anouilh
Theater · 1959

Über das Werk

Jean Anouilhs Drama „Becket oder Die Ehre Gottes" („Becket ou l'Honneur de Dieu") wurde 1959 in Paris uraufgeführt. Es erzählt die Freundschaft und den tödlichen Konflikt zwischen dem englischen König Heinrich II. und seinem Kanzler und späteren Erzbischof Thomas Becket im 12. Jahrhundert. Anouilh verbindet historisches Drama mit der Frage nach Ehre, Macht und Sinn.

Handlung

König Heinrich II. erhebt seinen Freund, Trinkgefährten und Vertrauten Thomas Becket zum Lordkanzler und glaubt, sich damit einen ergebenen Verbündeten gegen die Kirche zu sichern. Als der Erzbischofsstuhl von Canterbury frei wird, lässt der König den weltlich-zynischen Becket zum Erzbischof wählen — in der Erwartung, die Kirche so beherrschen zu können. Doch im neuen Amt findet Becket eine Aufgabe, die er zuvor nie kannte: „die Ehre Gottes". Er verteidigt die Rechte der Kirche kompromisslos gegen den König, und aus Freundschaft wird erbitterte Feindschaft. Becket geht ins Exil, kehrt zurück und bleibt unbeugsam. In einem Wutausbruch fragt der verzweifelte König, ob ihn niemand von diesem aufsässigen Priester befreie — woraufhin vier Ritter Becket am Altar der Kathedrale von Canterbury erschlagen.

Kulturelle Bedeutung

„Becket oder Die Ehre Gottes" zählt zu den bedeutendsten französischen Nachkriegsdramen. Anouilh deutet den historischen Stoff als Studie über Freundschaft, Verrat und die Suche nach einem höheren Wert in einer entzauberten Welt. Weltberühmt wurde der Stoff durch die Verfilmung von 1964 mit Richard Burton als Becket und Peter O'Toole als Heinrich II.

Community-Bewertung
—
0 Bewertungen
Home
Entdecken
Freunde
Profil