Über das Werk
Bare ist eine Uraufführung des brasilianischen Choreografen Lucas Valente für das Ballett Zürich, die am 17. Januar 2026 im Rahmen des Abends „Timeframed" Premiere hatte – Valentes erste Arbeit für die Hauptcompagnie nach mehreren Stücken für das Junior Ballett. Auf einer leeren, nur von Neonröhren beleuchteten Bühne agieren rund zwei Dutzend Tänzerinnen und Tänzer ohne Musikbegleitung.
Handlung
Bare verzichtet vollständig auf Musik. Über zwei Mikrofone werden die Geräusche der Tänzerinnen und Tänzer hörbar gemacht – ihr Atem, ihre Zurufe, Anweisungen und Schritte. In fulminantem, perfekt synchronem Wirbel bewegt sich das große Ensemble auf der kahlen Bühne und erzeugt allein aus Bewegung, Körperklang und Energie eine mitreißende, unmittelbare Sogwirkung.
Kulturelle Bedeutung
Bare wurde bei der Uraufführung als Sensation gefeiert und löste Standing Ovations aus. Das Stück markierte den Durchbruch von Lucas Valente, langjähriges Ensemblemitglied des Balletts Zürich, als Choreograf für die große Bühne und steht für einen radikal reduzierten, körperbetonten Zugang zum zeitgenössischen Tanz.
