Auslöschung. Ein Zerfall
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Auslöschung. Ein Zerfall

Thomas Bernhard
Theater · 1986
Drama

Über das Werk

„Auslöschung. Ein Zerfall“ ist der letzte und umfangreichste Roman des österreichischen Schriftstellers Thomas Bernhard. Das Manuskript war im Wesentlichen 1982 fertig, erschienen ist das Buch 1986 bei Suhrkamp in Frankfurt am Main. Für die Bühne wurde der Roman mehrfach bearbeitet, unter anderem von Oliver Reese am Theater in der Josefstadt (2016) und von Karin Henkel am Deutschen Theater Berlin (2022). Am Burgtheater Wien brachten Therese Willstedt (Regie) und Jeroen Versteele am 16. Oktober 2025 eine eigene Fassung heraus.

Handlung

Franz-Josef Murau, ein knapp fünfzigjähriger Österreicher, lebt in Rom und unterrichtet seinen Schüler Gambetti in Literatur und Philosophie. Ein Telegramm meldet ihm, dass seine Eltern und sein Bruder Johannes bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Im ersten Teil, „Das Telegramm“, rechnet er in einem langen inneren Monolog mit seiner Herkunft vom Familiensitz Wolfsegg in Oberösterreich ab. Der zweite Teil, „Das Testament“, schildert das Begräbnis in Wolfsegg; danach schenkt Murau den gesamten Besitz der Israelitischen Kultusgemeinde Wien.

Kulturelle Bedeutung

Der Roman gilt als Summe von Bernhards Prosa und wird oft als sein Hauptwerk bezeichnet. Er ist eine radikale Abrechnung mit Österreich, mit dem Nachwirken des Nationalsozialismus, mit Familie und Kindheit und zugleich eine Reflexion über das Schreiben selbst. Der Text kommt ohne Kapitel und Absätze aus und lebt von Wiederholung, Übertreibung und musikalischer Variation.

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Kommende Aufführungen
Burgtheater · Wien
11. November 2026
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