Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny
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Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny

Kurt Weill
Oper · 1930

Über das Werk

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny ist eine Oper von Kurt Weill (Musik) auf ein Libretto von Bertolt Brecht, uraufgeführt 1930 am Neuen Theater in Leipzig. Die Uraufführung löste durch ihre Gesellschaftskritik einen Theaterskandal aus. Das Werk ist die ambitionierteste und großformatigste Zusammenarbeit des Duos.

Handlung

Drei flüchtige Verbrecher gründen mitten in der Wüste die Stadt Mahagonny – eine „Netzestadt", die einzig dem Vergnügen und dem Geld gewidmet ist und Männer mit dem Versprechen grenzenloser Lust anlockt. Der Holzfäller Jim Mahoney erkennt, dass das einzige wahre Verbrechen in dieser Stadt das Geldlosigkeit ist: Wer nicht zahlen kann, wird zum Tode verurteilt. Als Jim seine Zeche nicht begleichen kann, wird er hingerichtet, während die Stadt in Chaos und Untergang versinkt – ein Sinnbild des entfesselten Kapitalismus.

Kulturelle Bedeutung

Mahagonny ist die bedeutendste „Songoper" der Weimarer Republik und enthält mit dem „Alabama-Song" (später von den Doors und David Bowie aufgenommen) einen Welthit. Weills Verbindung von Jazz, Song und großer Opernform mit Brechts Kapitalismuskritik schuf ein radikal neues Musiktheater. Von den Nationalsozialisten verboten, gehört das Werk heute zum Repertoire großer Opernhäuser und gilt als Meilenstein der Operngeschichte des 20. Jahrhunderts.

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