Über das Werk
Arsen und Spitzenhäubchen (Arsenic and Old Lace) ist eine schwarze Komödie in drei Akten von Joseph Kesselring, die am 10. Januar 1941 am Fulton Theatre am Broadway uraufgeführt wurde und dort über drei Jahre lief. Bekannt wurde der Stoff weltweit durch Frank Capras Verfilmung von 1944 mit Cary Grant. Das Stück verbindet makabren Mord mit liebenswürdiger Wohnzimmer-Komik.
Handlung
Der Theaterkritiker Mortimer Brewster will gerade heiraten, als er entdeckt, dass seine beiden reizenden alten Tanten Abby und Martha ein grausiges Hobby pflegen: Aus reiner Nächstenliebe „erlösen" sie einsame ältere Herren mit einem Glas Holunderwein, der mit Arsen, Strychnin und einer Prise Zyankali versetzt ist — und lassen die Leichen im Keller bestatten. Mortimers Bruder Teddy, der sich für Theodore Roosevelt hält, hebt die „Schleusen" im Keller aus und hält die Toten für Gelbfieber-Opfer. Als Mortimers krimineller Bruder Jonathan mit eigener Leiche und dem trunksüchtigen Schönheitschirurgen Dr. Einstein auftaucht, eskaliert das Chaos. Mortimer versucht verzweifelt, alles zu vertuschen und die Familie vor der Entdeckung zu bewahren.
Kulturelle Bedeutung
Arsenic and Old Lace wurde zu einem der meistgespielten Stücke des amerikanischen Boulevard- und Komödientheaters und ist bis heute ein verlässlicher Publikumserfolg an Bühnen weltweit. Capras gleichnamiger Film machte die Geschichte zum Klassiker des schwarzen Humors. Die Mischung aus harmloser Fassade und grotesker Mordlust gilt als Musterbeispiel der „schwarzen Komödie" und beeinflusste das Genre nachhaltig.
