Über das Werk
An American in Paris ist ein Musical mit Musik von George Gershwin und Gesangstexten von Ira Gershwin, basierend auf dem gleichnamigen MGM-Film von 1951 und Gershwins sinfonischer Tondichtung; das Buch stammt von Craig Lucas. Nach der Uraufführung in Paris 2014 folgte 2015 die Broadway-Premiere in der tanzbetonten Regie und Choreografie von Christopher Wheeldon. Elegant und ballettnah verbindet das Stück Gershwins zeitlose Songs mit großer Bewegungskunst.
Handlung
Paris kurz nach dem Zweiten Weltkrieg: Der amerikanische Ex-Soldat und Hobbymaler Jerry Mulligan beschließt, in der Stadt zu bleiben, und verliebt sich auf den ersten Blick in die junge französische Tänzerin Lise. Was er nicht weiß: Auch sein Freund, der Komponist Adam, und der wohlhabende Sänger Henri begehren dieselbe Frau, die zudem an Henri gebunden ist und ein Geheimnis aus den Jahren der Besatzung mit sich trägt. Während die Stadt aus den Trümmern zu neuem Leben erwacht, ringen die vier um Liebe, Kunst und einen Neuanfang – bis Lise sich zwischen Dankbarkeit, Pflicht und wahrer Zuneigung entscheiden muss.
Kulturelle Bedeutung
An American in Paris übersetzte die Filmtradition des MGM-Musicals in ein Bühnenwerk, in dem der Tanz die Handlung trägt – ein Triumph des Choreografen und Regisseurs Christopher Wheeldon, der dafür einen Tony Award erhielt. Gershwin-Klassiker wie „I Got Rhythm", „'S Wonderful" und „But Not for Me" verbinden sich mit ausgedehnten Ballettsequenzen, die im Geiste der berühmten Filmschlusssequenz stehen. Das Stück gilt als Hommage an die Eleganz des klassischen Hollywood-Musicals und an die Schönheit des Tanzes.