Das Rudolfinum am Jan-Palach-Platz an der Moldau ist eines der bedeutendsten Konzerthäuser Tschechiens und ein Wahrzeichen der böhmischen Neorenaissance. Das 1885 nach Plänen von Josef Zítek und Josef Schulz – denselben Architekten wie das Nationaltheater – eröffnete Gebäude ist nach Kronprinz Rudolf von Österreich benannt. Sein prachtvoller Dvořák-Saal gilt als einer der akustisch besten Konzertsäle Europas und ist die Heimstätte der Tschechischen Philharmonie, die hier 1896 unter Antonín Dvořák ihr erstes Konzert gab. Das Haus ist zugleich das Zentrum des renommierten Musikfestivals „Prager Frühling". Zwischen den Weltkriegen diente es zeitweise als Sitz des tschechoslowakischen Parlaments.
Zwischen den Weltkriegen tagte im Rudolfinum das tschechoslowakische Parlament — der Konzertsaal diente zeitweise als Plenarsaal der jungen Republik.
