Biografie
Walter Braunfels wurde am 19. Dezember 1882 in Frankfurt am Main als Sohn des Juristen und Schriftstellers Ludwig Braunfels geboren. Er studierte Klavier unter anderem bei Theodor Leschetizky in Wien und zählte ab den 1920er Jahren neben Richard Strauss und Franz Schreker zu den meistgespielten Opernkomponisten Deutschlands. 1923 wurde er in die Preußische Akademie der Künste aufgenommen, 1925 gründete er gemeinsam mit Hermann Abendroth die Kölner Musikhochschule und leitete sie als Direktor. 1933 wurde der als „Halbjude“ geltende, katholische Braunfels von den Nationalsozialisten aus allen Ämtern gedrängt und mit Aufführungsverbot belegt; er zog sich an den Bodensee zurück und komponierte dort in innerer Emigration weiter, darunter drei Opern. 1945 wurde er zum Wiederaufbau der Kölner Musikhochschule zurückgerufen, deren Präsident er bis 1950 blieb; er starb am 19. März 1954 in Köln.
Auf Stagelog
Statistiken laden...