Biografie
Stefan Kaegi wurde 1972 in Solothurn geboren und studierte Philosophie in Basel, Kunst in Zürich sowie Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Dort lernte er Helgard Haug und Daniel Wetzel kennen, mit denen er ab 2000 gemeinsame Projekte entwickelte und seit 2002 unter dem Namen Rimini Protokoll auftritt. Seine Arbeiten verbinden dokumentarisches Theater, Hörstücke und Inszenierungen im Stadtraum und setzen häufig Menschen ohne Schauspielausbildung als „Expert:innen“ ihres eigenen Alltags ein. Zu seinen bekanntesten Produktionen zählen „Mnemopark“ (2005), „Cargo Sofia-X“ (2006), „Radio Muezzin“ (2009), der Audio-Stadtspaziergang „Remote X“, die Installation „Nachlass – Pièces sans personnes“ (2016) und „Uncanny Valley“ (2018) mit einem Roboter-Doppelgänger des Autors Thomas Melle; mit Lola Arias entstanden unter anderem „Airport Kids“ und „Ciudades Paralelas“. Mit Rimini Protokoll erhielt er den Theaterpreis Der Faust (2007), den Europäischen Theaterpreis (2008), den Silbernen Löwen der Theaterbiennale Venedig (2011) und den Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring (2015); für „Nachlass“ wurde er 2018 beim Bitef-Festival in Belgrad ausgezeichnet.
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