Sophie CalleDramatiker

Sophie Calle

geb. 1953 · Französisch

Biografie

Sophie Calle wurde 1953 in Paris geboren und arbeitet als Konzept- und Performancekünstlerin mit Fotografie, Text, Installation und Video. Häufig macht sie Begegnungen mit Fremden oder Episoden ihres eigenen Lebens zum Material: Für „Die Schläfer“ (1979) ließ sie 45 Menschen nacheinander in ihrem Bett schlafen und fotografierte sie, für „Suite vénitienne“ (1979) folgte sie einem flüchtigen Bekannten verkleidet nach Venedig, und für „Das Hotel“ (1981) nahm sie in einem venezianischen Hotel eine Stelle als Zimmermädchen an und dokumentierte die Habseligkeiten der Gäste. „Das Adressbuch“ (1983), das Porträt eines Unbekannten aus Gesprächen mit den Menschen in seinem verlorenen Adressbuch, erschien als Serie in der Zeitung Libération und löste einen Skandal aus. 2007 bespielte sie mit „Prenez soin de vous“ den französischen Pavillon der Biennale von Venedig; darin deuten 107 Frauen eine Trennungs-E-Mail, die Calle erhalten hatte. Sie erhielt unter anderem 2010 den Hasselblad Award und 2024 den Praemium Imperiale.

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