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Komponist

Reinhard Keiser

1674 – 1739 · Deutsch

Biografie

Reinhard Keiser wurde am 9. Januar 1674 (getauft am 22. Januar) in Teuchern bei Weißenfels geboren und erhielt seine musikalische Ausbildung ab 1685 an der Leipziger Thomasschule, unter anderem bei Johann Schelle. Nach ersten Erfolgen als Opernkomponist am herzoglichen Theater in Braunschweig kam er um 1695/97 nach Hamburg, wo er bis zu seinem Tod als Hauskomponist der Oper am Gänsemarkt wirkte und das Haus zwischen 1703 und 1707 zeitweise auch als Leiter beziehungsweise Pächter führte. Mit rund 100 Bühnenwerken – die genaue Zahl schwankt in den Quellen zwischen etwa 70 und über 100 – prägte er das Repertoire des wichtigsten deutschen Opernhauses seiner Zeit und beeinflusste jüngere Zeitgenossen wie Georg Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann. Sein Kollege Johann Mattheson bezeichnete ihn als „den größten Opernkomponisten der Welt“. Zwischen 1721 und 1727 war Keiser zusätzlich königlich-dänischer Kapellmeister in Kopenhagen, bevor er sich 1728 als Domkantor in Hamburg niederließ, wo er am 12. September 1739 starb.

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